Petition: Fleischerhandwerk

Auch ich habe die Petition: „Region Stärken – Benachteiligungen für das Fleischerhandwerk beseitigen“ der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks unterschrieben.

Ich stehe für das Handwerk, doch dieses zieht leider gegenüber den Industriebetrieben oft den Kürzeren.

In der Bürokratie müssen hohe Anforderungen erfüllt werden. In Industriebetrieben gibt es dafür extra Angestellte, die sich nur darum kümmern, wohingegen der Mehraufwand durch neue Auflagen in Kleinbetrieben meist ausschließlich an den Chef’s hängen bleibt.

Auch um die Ansprüche zu Erfüllen, die ein neues Kassensystem haben muss sind für die Handwerksbetriebe in Relation zu den Industriebetrieben höhere Investitionen fällig, und das obwohl die alten Kassen noch voll funktionsfähig sind.

Unfair oder?! Wir wollen doch alle, dass unser seit Generationen geführter Metzger im Ort noch viele weitere Generationen existiert. Doch um die Existenz zu sichern gibt es neben der Nachfolge ein weiteres Problem: die vielen Gesetze und Vorschriften, die von Handwerk und Industriebetrieben gleichermaßen erfüllt werden müssen – und das trotz der großen Unterschiede in der Betriebsgröße und -organisation.

Ich habe mich bewusst dafür entschieden meine Lehre in einem kleinen Handwerksbetrieb: Fleischerei Scheller (Hannover) zu absolvieren, um dort das Handwerk von der Pieke auf zu erlernen. Zum einen hat man dort vielfältige Aufgaben und ist nicht über einen längeren Zeitraum in einer Abteilung zuständig, zum anderen kennt dort der Chef noch seine Mitarbeiter persönlich. Des Weiteren wird auf qualitativ hochwertiges Fleisch geachtet und in einem Kleinbetrieb können auch die Extrawünsche der Kunden einfacher erfüllt werden – beispielsweise was die Steakdicke betrifft.

Bereits in meinem Umfeld – sei es Freundeskreis oder Uni fällt mir auf, dass einerseits Regionalität sehr wichtig ist, doch andererseits wird Fleisch oder Wurst abgepackt in den großen Supermarktketten eingekauft – da sollte man sich doch mal an seine eigene Nase fassen.

Ist euch das Überleben der Handwerksbetriebe wirklich wichtig? Dann unterschreibt die Petition und unterstützt das Fleischerhandwerk #TatenSprechenMehrAlsWorte.

 

Petition: butcher trade

I signed the petition: „Region Stärken – Benachteiligungen für das Fleischerhandwerk beseitigen“ (support the region – eliminate discrimination for the butcher trade) of the national butcher team as well.

I stand up for the butcher trade, but the small butcher shops lose out to the industrial companies lots of times.

For example there have to meet high requirements in bureaucracy. Industrial companies have separate employees for that, who look after this only, whereas in small butcher shops the boss has to do all the extra work.

Workshops have in relation to industrial companies’, higher investments to fulfil the demands for a new cash register system, even though the old systems are fully functionable.

Unfair?! We all want our craft butcher shop in the town to survive lots of generations more. But besides the successor-problem, there is an other problem: the laws and regulations, which have to be fulfilled of industrial butchers and craft butchers in the same way – though there are great difference in company size and -organisation.

I chose for my apprenticeship a craft butcher shop: butcher shop Scheller (Hannover), to learn the trade. On the one hand you have there lots of different jobs and you are not for a long time in the same department, and on the other hand the boss knows every employee in person. Furthermore high-quality meat is very important and the customer wishes can be fulfilled easier in craft butcher shops – for example the size of steaks.

I see in my personal environment – my friends or at university, that regional products are considered as important, but they buy packaged meat or sausages at the supermarket – they should think about that.

Is the surviving of craft butcher shops important for you? Then sign the petition and support the butcher trade #ActionsSpeakLouderThanWords

B-Besetzung

Das komplette Wochenende haben meine Schwester und ich zusammen das Bratwursthotel geschmissen – als B-Besetzung, wie die Gäste das so schön benannt haben. Die A-Besetzung, also unsere Eltern sind nämlich noch im Urlaub.

Am Freitag bin ich direkt nach der Berufsschule nach Hause gefahren, um zur Bewirtung der Motorradfahrer-Gruppe Zuhause zu sein. Diese sind Samstag wieder abgereist. Eine neue Gruppe ist dann gegen Samstagmittag angereist und zum Teil bis heute in der Früh geblieben.

Für die Gruppe hat meine Schwester Samstagabend und Sonntagabend jeweils ein 3-Gänge-Bratwurstmenü gekocht und ich habe den Service übernommen.

Die anderen 2 Gäste haben sich ein 9-Gänge-Menü gewünscht, das haben wir dann wie folgt zusammengestellt:

  • Bratwurstflammkuchen
  • Bratwurstspieß
  • Bratwurstsalat
  • Bratwurstknödel
  • Bratwurstschnitzel mit Bratkartoffeln
  • Saure Bratwurst
  • Bratwurstgewürznudeln
  • Spezial-Bratwürste mit Kartoffelsalat
  • Bratwurstgrießbrei auf Birnenmus

Für unseren Einsatz wurden wir von allen Gästen sehr gelobt – da die eine Gruppe schon zum zweiten Mal bei der B-Besetzung da war, können wir auch gar nicht so schlecht sein 😉.

 

B-Team

My sister and I managed the Bratwursthotel the complete weekend – as B-Team, how the hotel guests called us. The A-Team – our parents – are still on vacation.

I took the train home straight after school on Friday, to be at home before the biker-group arrives. They checked out on Saturday and a new group arrived around noon. Some of them stayed until today in the morning.

My sister cooked for the group on Saturday and Sunday evening a three course Bratuwurstmenu, which I served them.

Our other two guests wished a nine course Bratwurstmenu. We chose the following courses:

  • Bratwurst tarte flambée
  • Bratwurst skewer
  • Bratwurst salad
  • Bratwurst dumplings
  • Bratwurstschnitzel with fried potatoes
  • Bratwurst in vinegar brew
  • Bratwurstspice noodles
  • special Bratwurst with potato salad
  • Bratwurst semolina pudding with pear puree

We got lots of compliments from our guests for our engagement – we can’t be that bad, since one group was already the second time at the Bratuwursthotel to get hosted by the B-Team.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Der vierte September 2020 wäre unter normalen Umständen eigentlich mein Wettkampftag bei der World Butchers‘ Challenge in Sacramento gewesen – doch jetzt ist alles anders und die Challenge wurde verschoben.

Als eine von drei Azubis des Butcher Wolf Packs hätte ich mich dort den Anforderungen in der Challenge für Auszubildende gestellt und mein Programm zu meinem Motto präsentiert. Morgen wäre dann der große Tag für das Hauptteam und deren Präsentation.

Bereits im März wurde der Wettkampf auf den 13./ 14. August 2021 verlegt. Letzte Woche fand jedoch ein Meeting der Teamkapitäne und Organisatoren statt, in dem die weiteren Vorgehensweisen besprochen wurden, da es ja aufgrund der momentanen Situation für die Teams eher schwierig ist gemeinsam zu trainieren.

Leider weiß ich noch nichts genaueres über die weiteren Planungen/ Terminänderungen, ich bleibe aber auf jeden Fall dran – so eine Chance bekommt man nur einmal.

 

Postponed is not cancelled

4th of September 2020 would be under normal circumstances my challenge day at the World Butchers’ Challenge in Sacramento – but the Challenge is postponed now.

I am one of three apprentices of the Butcher Wolf Pack and would have presented my whole program for the theme of my choice. Tomorrow would be the great day for our main team and their presentation.

The challenge got already postponed in march to 13th/14th of August 2021. But last week was an other meeting of the team captains and members of the organizing-team to discuss how to go on, because it is not easy to get the whole team for a training session together, at the moment. I don’t know about the further plans/ date changes until now, but I will keep on – it’s a chance you get only once in your life.

Gekrönte Koteletts

Heute habe ich diese zwei Kotelettkronen ausgelöst, also sozusagen gekrönt. Diese thronen jetzt zur Reifung – bis zum Verkauf im Reifeschrank im Laden der Fleischerei Scheller.

Dienstags stehen immer Zerlege-/ Auslösearbeiten im Betrieb an, da hat sich noch nichts daran geändert seit ich meine Ausbildung begonnen habe. Bis jetzt habe ich aber dort noch nie Kotelettkronen ausgelöst – mit ein bisschen mehr Übung krieg ich das sicher noch schneller hin, aber ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Immer wieder lerne ich neue Sachen und darf diese auch machen, unter anderem dafür liebe ich meinen Job – #Fleischislife und daran wird sich nie was ändern.

 

Crowned loin of pork

I have been boning out these two crown loins of pork today. To age they are enthroned now in the dry aging chamber in the store of the butcher shop Scheller.

Disassembling and boning pigs is always on the plan on Tuesdays, this didn’t change since I began my apprenticeship at the butcher shop Scheller. But today was the first time for me to bone out crown loins of pork – I am sure it will be faster with some practice, but the outcome looks good in my opinion, even though it was the first time.

I am always learning a lot of new things, among other things that’s why I love my job – #Fleischislife and this will never change.

Anregungen zum Berichtsheft

Im letzten Beitrag habe ich ja bereits erwähnt, dass ich mir auch für den Fleischer-Beruf ein offener gestaltetes Berichtsheft wünschen würde, wie es auch bei den Köchen zu finden ist.

Das Berichtsheft ist so gestaltet, dass man jede Woche einen Bericht über ein Thema seiner Wahl ausformulieren muss, anstatt stur festgelegte Fragen zu beantworten.

Klar, müssen alle Themen einmal behandelt werden und das Berichtsheft ist dafür ein Nachweis, allerdings sind auch alle relevanten Themen einmal in der Berufsschule durchgesprochen worden. In diesem Sinne wäre es durchaus sinnvoll, das Berichtsheft offener zu gestalten und den Auszubildenden frei zu lassen, wann und in welcher Form sie über ein Thema schreiben. Hinzu kommt, dass jeder Ausbildungsbetrieb anders ist und manche Arbeiten dem Auszubilden erst später lernt, als sie im Berichtsheft stehen.

Soweit ich es verstanden habe handelt es sich aber bei dem Ausbildungsnachweis, über den Nachweis der eigenen Ausbildung – aber ich weiß ja nicht, ob die Antworten aus dem Lehrbuch oder Internet abzuschreiben etwas mit lernen zu tun hat.

Ich persönlich war immer der festen Überzeugung vor meiner Ausbildung, dass es gar nicht so schwer sein kann ein Berichtsheft zu führen – tja da habe ich mich wohl getäuscht.

Die täglichen Aufgaben notieren, ist nicht das was ich am Berichtsheft schreiben als nervig empfinde, das sind jeden Tag ein paar Minuten nach der Arbeit. Die gestellten Fragen beantworten ist durchaus nervig, vor allem wenn man das gefragte noch nie gemacht hat und dann auch nicht das richtige Buch zur Hand hat.

Müsste man hingegen jede Woche einen Wochenbericht schreiben, macht man sich am Ende der Woche noch einmal Gedanken über den Verlauf der Woche und das gelernte, was viel effektiver ist und dafür sorgt, dass sich das neu erlernte verfestigt.

Und ob man jetzt per Hand schreiben muss sei mal dahin gestellt, mittlerweile geht so viel digital – ich bin mir sicher, dass das auch funktionieren würde.

Es besteht natürlich die Gefahr, dass einige Antworten oder Tagesaufgaben einfach kopiert und eingefügt werden, aber mit Wochenberichten wäre diese Gefahr auch gebannt.

Durch mein duales Studium, muss ich mein Berichtsheft immer nur dann führen, wenn ich gerade im Betrieb bin – ein digitales Berichtsheft hätte da schon einige Vorteile:

  • Aufgaben/ Notizen können schnell vom Handy/ Laptop aus eingetragen werden
  • die Berichte sind sicher gespeichert
  • das Berichtsheft kann nicht Zuhause vergessen werden
  • mein Chef könnte sich das Berichtsheft jederzeit anschauen, auch wenn ich gerade nicht im Betrieb bin

Gegen das Berichtsheft schreiben habe ich generell nichts, dennoch könnte am Stil langsam schon mal etwas geändert werden – kann ja nicht sein, dass mein Berichtsheft genauso aufgebaut ist, wie das von meinem Vater. An den Ausbildungsinhalten hat sich zwar nicht viel verändert, aber eine Veränderung des Berichtshefts könnte dennoch nicht schaden.

Der Metzgerberuf und die Ausbildung soll ja auch attraktiver werden – nicht zuletzt kann da auch ein Berichtsheft – in welcher Form auch immer – das mehr up to date ist dazu beitragen.

 

Suggestions to the report portfolio

The current report portfolio for butchers should be like the one for apprentices to be a chef, which I mentioned in my last post already. Their report portfolio leaves the writer more choice, about the theme to write, it just has to be a report about the week.

Sure, every theme has to be dealt with once, but that’s what we do at butchers school. So why do I have to write a report about it, especially if there are questions to answer in my report portfolio to jobs I have never done. Every company is different, so they might teach their apprentices various jobs in a different order than required to answer the questions of the report portfolio.

I thought always a report portfolio has to be written to adhere your knowledge about the job and what you learned in the butcher shop you serve your apprenticeship in – but to write the answers off a book or the internet is not learning, you do it just because you have to do it.

To write a report portfolio is easy and fast done, that was my opinion before my apprenticeship – well I guess, that was wrong.

Writing down the daily jobs is not a problem at all, it takes only a few minutes every day, whereas to answer the questions is very annoying – especially if you never did the job before and you don’t have the right book available.

If you have to write a report about your week, you think about what you did in the past days, which helps you to integrate the learning process.

If the report has to be written by hand remains to be seen, but so many things are digital by now – I am sure that’s possible too.

With weekly reports the risk of copy and paste is at a minimum as well, because it is impossible to copy from whole reports without being noticed.

I have to write my report portfolio only when I am working – so it would have many advantages if it’s digital, e.g.:

  • I could take notes on my smartphone/ Laptops
  • the reports are saved properly
  • I can’t forget it at home
  • my boss could have a look at it whenever he wants to, even if I am not at the butcher shop

I am not against writing a report portfolio, but the style of it should be changed – even my dad’s portfolio looks like mine. Well, nothing changed about the tasks I am learning in comparison to my dad – but a change of the portfolio wouldn’t harm.

The apprenticeship to become butcher should become more attractive – a report portfolio which is up to date could help as well.

Rückblick: Erste Ausbildungswoche

Meine erste Woche in der Fleischerei Scheller nach dem Online-Semester ist jetzt auch schon wieder vorbei. Ich kann mich aber noch gut an meine allererste Woche erinnern – im August 2018 habe ich als Teil des dualen Studiums an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf meine Ausbildung zur Metzgerin in der Fleischerei Scheller begonnen.

Damit ich mir auch alles neue Merken kann habe ich mich jeden Nachmittag nach der Arbeit hingesetzt und aufgeschrieben was ich gelernt habe. Das war definitiv sinnvoll, denn ich kann jederzeit nachlesen, wenn ich mir unsicher bin – beziehungsweise habe ich mir angewöhnt alles durchzulesen, um alles aufzufrischen, bevor ich wieder anfange zu arbeiten nach Ende des Semesters.

Folgendes habe ich mir beispielsweise aufgeschrieben:

  • Aufgaben, die jeden Tag anfallen
  • die Programme bei der Räucheranlage
  • wie man die Füllmaschine oder den Fleischwolf zusammensetzt
  • welche Därme wofür verwendet werden
  • Rezepte
  • bei welcher Temperatur und wie lange man die einzelnen Würste brüht
  • einen Ablaufplan zum Schweine Zerlegen – mit Zeichnungen wo geschnitten werden muss, welches Fleischteil wie heißt, was wofür verwendet wird, …
  • die einzelnen Füllungen und Gewürze für die verschiedenen Braten
  • Zusammensetzung der verschiedenen Laken
  • was ich falsch gemacht habe und wie ich es das nächste Mal anders machen muss
  • und vieles mehr

Klar ist das Berichtsheft auch dazu da solche Sachen zu notieren, aber das ist nicht darauf ausgelegt die einzelnen Tätigkeiten in diesem Detail zu beschreiben – die Fragen sind festgelegt und diese gilt es zu beantworten, da bleibt wenig Spielraum für eigene Formulierungen. Kann sein, dass ich eine der wenigen bin, die das stört – aber für jemanden der viel Praktisches auch theoretisch in Form von Ablaufplänen ausarbeitet wäre die Art des Berichtsheftes, wie es beispielsweise die Köche haben besser. In meinem nächsten Beitrag werde ich darauf noch weiter eingehen, was ich damit meine.

Nach über einem Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb mache ich nicht mehr so oft Notizen, aber hin und wieder schon, damit ich mich auch in eineinhalb Jahren noch daran erinnern kann, wenn meine Gesellenprüfung bevorsteht.

 

Review to my first week of my apprenticeship

My first week at the butcher shop Scheller after the online semester 2020 is over already. But I can still remember very well, my first week there – the beginning of my apprenticeship to be a butcher as part of my studies at university of Weihenstephan-Triesdorf was at 1st of August 2018.

To remember everything I learned, I wrote each day a diary about the tasks they thaught me. It is still very useful for me, ´cause I can reread my notes whenever I am unsure about something – and I read those notes every time before I start to work again after a semester of studying, just to brush up my skills.

I wrote down the following for example:

  • the tasks, which have to be done every day
  • the programmes for the cooking and smoking plant
  • how to assembly the filling machine and mincer
  • which sausage skins are needed for which kind of sausage
  • recipes
  • at which temperature and how long the different kinds of sausages have to be cooked
  • the different steps I have to do for disassembling a pig – with sketches at which I marked where I have to cut, how the different meat parts are named and for what they are used, …
  • the fillings and seasonings for the different roasts
  • the composition of the various brines
  • what I did wrong, and how I have to do it next time
  • and a lot more

Sure, that’s the reason why I have to write every week a report about my apprenticeship, but it’s impossible to write everything in detail down in this report booklet like I did – because there are written questions which I have to answer, so there is not much space for own notes.

It might be not many of the other apprentices share this opinion – but for someone who is working out every practical work theoretically it would be better to have a different report booklet, like the apprentices which want to be a chef have. I am going to describe in my next post what I mean with this.

I am working more than a year now at this butcher shop now, that’s why I don’t take notes every day anymore – only if something is new and very important to remember, for my exams in one and a half year.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

  • Gummistiefel
  • Sicherheitsschuhe
  • eine Lackschürze
  • Arbeitskleidung
  • mein Rezeptebuch
  • mein Berichtsheft
  • scharfe Messer

Deswegen hieß es für mich noch heute vor dem Frühstück Messer schleifen, damit ich sie gleich einpacken kann und nicht vergesse.

Und jetzt bin ich schon auf dem Weg nach Hannover. Die Zeit im Zug wird natürlich sinnvoll genutzt, zum einen um diesen Beitrag zu verfassen, zum anderen habe ich da noch ein Berichtsheft, dass ich vervollständigen sollte – abgesehen, von den täglichen Aufgaben, ist da nämlich noch nicht viel passiert.

Hab ja noch drei Stunden Fahrt, da lässt sich so einiges erledigen 😉

 

I pack my bags and take with me…

  • rubber boots
  • safety shoes
  • an apron
  • work clothes
  • my recipe book
  • my report portfolio
  • sharp knives

To get sharp knives I have to sharpen them first, so it was my first job today morning before breakfast. I packed them straight away after sharpening to not forget them.

And now I am already on my way to Hanover. I am using my time in the train to write this post and my report portfolio – apart from writing down my jobs every day it’s not completely filled out.

But in the next three hours can happen much 😉.

Fazit: Online-Sommersemester 2020

Das Semester ist irgendwie ganz anders verlaufen als geplant – Ende Februar beim Tierhaltungskurs war ich mir noch sicher, dass ich alle meine Mitstudenten in zwei Wochen wiedersehe – aber falsch gedacht. Kurz vor Studienbeginn bekam ich die Nachricht, dass das Semester erst einen Monat später, also im April beginnt und ich noch länger in meinem Ausbildungsbetrieb bleiben soll.

Als es dann mit Verzögerung losging war alles ein wenig chaotisch, weil keiner so genau wusste, wie man die Lehre online durchführen soll. Im Verlauf des Semesters hat sich aber dann alles soweit eingespielt. Nachdem auch feststand, dass keine Praktika an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführt werden können, wurden auch diese Inhalte soweit möglich Zuhause in Form von kleinen Hausarbeiten erarbeitet.

In der Prüfungsvorbereitung habe ich festgestellt, dass online studieren auch Vorteile haben kann – man kann sich zum Beispiel die aufgezeichneten Vorlesungen noch einmal zum Verständnis anschauen. Beziehungsweise habe ich mir angewöhnt während den Zoom-Meetings das wichtigste am Computer mitzuschreiben, das hilft auch erheblich die Skripte der Dozenten zu verstehen. In den Präsenzvorlesungen das Semester davor habe ich hingegen selten Notizen gemacht – konnte mir den Stoff aber dennoch merken, weil das Ablenkungspotential im Hörsaal nicht so groß ist und man nicht einfach zwischendrin anfängt etwas anderes zu machen.

Auf jeden Fall fehlt aber der direkte Kontakt zu den Dozenten und den anderen Studenten, um sich über den Stoff auszutauschen und Fragen zu stellen.

Momentan ist ja davon auszugehen, dass Vorlesungen auch im nächsten Semester teilweise online stattfinden, dafür würde ich mir wünschen, dass:

  • mit den Vorlesungen zu Beginn des Semesters begonnen wird und nicht erst kurz vor dem Prüfungszeitraum
  • die Vorlesungen nicht über den kompletten Tag verteilt sind, sondern zusammenhängend
  • die Vorlesungen aufgezeichnet werden
  • die verpassten Praktika in irgendeiner Form noch durchgeführt werden können

Alles in allem ist das Semester jedoch relativ normal verlaufen, angesichts der neuen Situation für alle Beteiligten.

 

Conclusion: online studying summer 2020

This semester proceeded different than usually planned – I was sure to see all the other students in two weeks again after the animal husbandry class was over – but this never happened. I got a message from university some days prior to the start of 2nd semester. The plan changed and the semester got postponed a month to April and I had to stay a month longer at the butcher shop at which I am serving my apprenticeship.

The delayed start was very chaotic because nobody knew exactly how to teach lessons best online. But it got more structure with every week. We had to write short academic papers as soon as it was sure practical experiments can not take place at the laboratories of the university of Weihenstephan-Triesdorf.

Online studying has some advantages too, which I realized in the past few weeks during preparing for the exams. It is possible to watch the classes for better understanding again. I took notes on the computer in the Zoom-meetings as well, they help a lot to comprehend the scripts of the professors. I never took notes the semester before – but it is so much easier to focus on the class in the lecture hall, because there are not so many distractions.

The main thing that’s missing is the direct contact to the professor and the other students to ask questions.

At the moment it’s the plan to have some lectures online in the next semester too.

The following things should change then, in my opinion:

  • starting all classes at the beginning of the semester and not shortly before the exams
  • having the lectures all temporal connected and not spread over the whole day
  • recording all classes
  • getting a chance to take part at the missed practical classes

Even though the situation was new, the semester proceeded without any surprises in general.

Bratwurstherstellung in Bildern

Heute beim Lernen habe ich mir gedacht, dass ich mal wieder mit Straßenmalkreide vor die Metzgerei Böbel malen könnte – natürlich passend zum Thema Fleisch/ Wurst.

Eine Bildergeschichte über die Herstellung der Fränkischen Bratwurst war meine Beste Idee. Also habe ich mich hingesetzt und begonnen einige Skizzen auf Papier zu zeichnen.

Nach der Fertigstellung dieser bin ich gleich nach draußen, um das Ganze in einigen Dimensionen größer auf’s Pflaster zu bringen.

Danach habe ich noch ein kurzes vertontes Video dazu gedreht.

Alle Kunden die draußen warten müssen, können sich jetzt mit der Bratwurst-Herstellung auseinander setzen – zumindest bis es das nächste mal regnet.

 

Pictures about Producing Bratwurst

I got the idea to draw a picture in front of the butcher shop Böbel today during learning – of course to the theme meat/ sausage.

My best idea was to create a picture story about the production of Bratwurst. So, I drew some sketches on paper. I went outside to draw the story on the street, after my sketches were finished.

To record the story, I created a short video.

The customers learn now more about how to produce Bratwurst, while waiting outside – at least until it’s raining.

Stift vs. Messer

Heute vergleiche ich mal mein Lebensmittelmanagement-Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit meiner Ausbildung in der Fleischerei Scheller in Hannover.

Die Vorlesungsunterlagen erarbeiten, Prüfungsfragen beantworten und Übungsaufgaben lösen zählen momentan neben den online-Vorlesungen zu meinen Hauptaufgaben. Wie solls anders sein, ist dabei der Stift eines der wichtigsten Dinge. Die Lösungsansätze aufs Blatt zu schmieren geht einfach manchmal schneller, als die Aufgaben auf dem Laptop zu lösen.

Mit der Hand schreiben hilft mir außerdem schon immer, mir Sachen besser einzuprägen. Mittlerweile tippe ich aber auch viele Zusammenfassungen, da schreiben ewig dauern würde. Zum Lernen von Begriffsdefinitionen sind mir aber immer noch die Karteikarten am liebsten – die müssen natürlich erstmal geschrieben werden.

Das Messer hingegen brauche ich zum Auslösen und Zuschneiden auf der Arbeit. Ich freue mich schon, wenn ich nach der ganzen Theorie endlich wieder mal für ein paar Wochen nur Praxis habe – mal abgesehen von der Berufsschule, aber ob man das als Theorie lernen verstehen kann sei mal dahingestellt. Klar gibt’s in der Ausbildungszeit auch immer was zu Lernen, aber da das meistens mit viel praktischer Arbeit verbunden ist prägt man sich die Schritte durch das ständige Wiederholen ganz einfach ein.

Da stellt sich jetzt die Frage, was mir lieber ist: Messer oder Stift?!

Ich bin der Meinung die Mischung machts, ständig Theorie wär mir zu langweilig und nur Praxis ohne den theoretischen Hintergrund wäre auch nichts für mich. Von dem her habe ich mich mit der Wahl meines dualen Studiums genau richtig entschieden, da ist die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis schon im Studienplan festgelegt. In drei Wochen geht’s dann auch schon nach Hannover.

 

Pen vs Knife

I thought it’s time for another comparison. Today it’s about my studies at university of Weihenstephan-Triesdorf and my apprenticeship at the butcher shop Scheller in Hannover.

To work through the documents I got from university, answer the questions to the documents and try to solve the exercises is my main work at the moment aside of listening to online classes. A pen is one the most important thing in this process. It’s way faster to scribble solutions on paper than using excel sometimes. And as side effect it helps me to remember what I learned. Nevertheless, I am preparing lots of my material at my laptop as well, because it would take too much time to write it all by hand – but for definitions I prefer still having cards.

The knife is the most important thing at work for me. I need it for deboning meat, slicing steaks, cutting stir fry and all other works you can think of for which you need a knife. I am looking forward to having only practical work for some weeks – apart from school, but I am not sure if you can name this theory education. Sure, you have to learn lots of new works during the apprenticeship, but since it’s combined with practical work always it’s easier to memorize.

Well, the question if I like the pen or knife better comes up now?!

In my opinion it’s the combination of theory and practical work, because only one of both choices is boring. The theoretical background I get at university is very good to have a diverse knowledge about food. The switch of university to apprenticeship is determined in my study plan, which is the reason why I made this choice. It’s three weeks from now, until I go off to Hannover to go on with my apprenticeship.